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"In welchem Team spielst du?"

Erstellt von Kristina Hußmann
Interviews

Bernd Kruel spricht darüber, wie sich mannschaftliches Engagement auch auf andere Lebensbereiche auswirkt.

 

Der Hagener Bernd Kruel hat lange als Basketballprofi in verschiedenen Mannschaften – unter anderem bei Phoenix Hagen - gespielt. Im Rahmen der „Das-ist-der-Hammer-Kampagne“ des Evangelischen Kirchenkreises stellt er die Frage: „In welchem Team spielst du?“. Im Interview mit Kristina Hußmann spricht er darüber, was das Besondere am Teamsport ist und wie sich das Engagement in einer Mannschaft auch auf andere Lebensbereiche auswirken kann.

  • Spielst du eigentlich noch Basketball?

Leider spiele ich nur noch unregelmäßig Basketball, ein bis zwei Mal in der Woche. Wenn ich in der Halle bin, dann aber mit voller Kraft. Mit der Ü35-Mannschaft aus Haspe haben wir zuletzt die Deutsche Vizemeisterschaft gewonnen. Ich probiere aber auch ein paar andere Sportarten aus, die ich langfristig ausüben kann. Zurzeit engagiere ich mich wieder für Phoenix Hagen, damit meine Sportart Basketball weiterhin vielen Menschen in Hagen Spaß bereitet. Ein wichtiges Credo auch aus diesem Bereich: Als Team (auf dem Feld, hinter den Kulissen, zusammen mit den Zuschauern und Sponsoren) kann man auch schwierige Situationen gut meistern.

 

  • Was ist aus Deiner Sicht das Besondere am Teamsport?

Im Teamsport gibt es viele Besonderheiten. Wenn du in einem Team spielst und es auch mal nicht so gut für dich läuft, sind deine Mitspieler da, helfen dir und bügeln deine Fehler aus. Andersherum macht es natürlich noch mehr Spaß: wenn man selber einen Sahnetag erwischt und andere mitreißen oder zu mehr Leistung anspornen kann. Wer das Prinzip versteht, ist meistens auch erfolgreich. Sportler müssen lernen, mit Niederlagen umzugehen (egal wie die eigene Leistung war). Das gleiche gilt auch für den Erfolg.

 

  • Bist du auch abseits des Basketballplatzes ein Teamplayer?

Die Erfahrungen, die man im Sport macht, nimmt man in der Regel auch mit in die Freizeit, den Beruf und Familie. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass vieles gemeinsam oft einfacher ist und mehr Spaß macht. Ich persönlich bin gerne unter Menschen und wahrscheinlich auch dort ein Teamplayer.

 

  • Welche Bedeutung hat das Team Familie für dich?

Das Team Familie hat eine große Bedeutung für mich! In der Familie gibt es auch mal unterschiedliche Meinungen; aber auch das gehört zu einem erfolgreichen und guten Miteinander dazu. Wir können kontrovers sein und trotzdem viel Spaß haben. Schwierige oder knifflige Situationen im Sport haben mich gelehrt, auch im Privaten einen ruhigen Kopf zu bewahren. Das gelingt mir meistens ganz gut.

 

  • Spielt die Kirche für euch als Familie eine Rolle?

Unsere Tochter ist dieses Jahr zur Kommunion gegangen. Daher waren wir auch häufiger in der Kirche. Das Thema spielt keine tragende Rolle in unserem Leben, kommt aber schon vor. Es gibt dabei viele interessante Anknüpfungspunkte. Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass jeder die Chance hat, für sich persönlich herauszufinden, an was er glaubt und womit er sich identifizieren kann.